Stephan Neubauer

Leonberg - Die Stadtgeschichte

im 20./21 . Jahrhundert

1900

2524 Menschen leben in Leonberg.

1918

Leonberg zählt im 1. Weltkrieg 101 Gefallene und Vermißte.

1924

Um der Wohnungsnot abzuhelfen, gründet der Mißionar Christian Röckle den Verein "Christlicher Notbund zur gegenseitigen Hilfe". Daraus entsteht 1934 die "Leonberger Bausparkasse".

1927

Leonberg wird mit Stuttgart durch eine Onmibuslinie verbunden. In vier Industriebetrieben finden 500 Personen Arbeit. 3 300 Menschen leben in der Stadt.

1928

Auf dem Engelberg wird ein Waßer- und Außichtsturm errichtet.

1935-38

Bau der Reichsautobahn auf Leonberger und Eltinger Markung. Der Engelbergtunnel ist der erste Autobahntunnel in Deutschland.

1938

Eltingen wird nach Leonberg eingemeindet, die Stadt hat jetzt insgesamt 8 000 Einwohner.

1944-45

Im Engelbergtunnel werden Rüstungsgüter hergestellt, ein Teil der Arbeiter kommt aus dem neu eingerichteten Konzentrationslager-Außenkommando Leonberg, das dem KZ Natzweiler im Elsaß untersteht. Die katastrophalen Arbeits- und Lebensbedingungen fordern 374 Todesopfer.

1945

Beim einzigen größeren Luftangriff auf Leonberg werden 19 Menschen getötet, 20 Häuser werden zerstört oder schwer beschädigt. Am Ende des Krieges hat Leonberg 310 Gefallene und 225 Vermißte zu beklagen.

1950

12.430 Menschen leben in Leonberg, davon 17% Flüchtlinge und Vertriebene. Die Stadt erlebt nach dem 2. Weltkrieg eine stürmische Entwicklung hinsichtlich der Bevölkerungszahl und der Wirtschaft.

1958

Der Anschluß an die Bodenseewaßerversorgung stellt die in der Vergangenheit immer wieder gefährdete Waßerversorgung sicher.

1963

Leonberg zählt 20.000 Einwohner und wird Große Kreißtadt.

1973

Der Kreis Leonberg wird aufgelöst. Leonberg wird regionales Mittelzentrum im Kreis Böblingen. In der neuen Stadtmitte zwischen den Stadtteilen Leonberg und Eltingen wird ein Einkaufszentrum, das Leo-Center, eröffnet.

1975

Gebersheim, Höfingen und Warmbronn werden nach Leonberg eingemeindet; mit ihnen zählt Leonberg 35.938 Einwohner.

1976

Einweihung der Spitalschule mit Theatersaal für das städtische Kulturangebot.

1977

Der Kirchplatz in Eltingen wird neu gestaltet. Leonberg schließt einen Partnerschaftsvertrag mit der französischen Stadt Belfort. Beginn der Wohnbebauung im Gebiet Ezach und Erschließung des Gewerbegebiets Hertich. Das Seniorenzentrum am Parksee wird eingeweiht.

1978

Leonberg wird an das S-Bahnnetz angeschloßen.

1981

Bau der Südrandumgehungßtraße. Das neue Postamt an der Eltinger Straße wird eingeweiht.

1982/83

Ausbau der Römerstraße zwischen Bauhof und Gebersheimer Straße.

1983

Einweihung der Ostertagrealschule. Einweihung der Stadthalle Leonberg. Einweihung des Stadtmuseums im 1. Dachgeschoß des Alten Rathauses.

1985

Einweihung des Museums für Vor- und Frühgeschichte in der alten Lateinschule, Pfarrstraße 11. Bezug der Karl-Georg-Haldenwang-Schule.

1986

Fertigstellung des Martha-Johanna-Hauses mit Kinderhort, Kindergarten und Kindertagheim. Inbetriebnahme des Parkhauses Marktplatz.

1987

Leonberg zählt 40.000 Einwohner. Die Umgestaltung des Marktplatzes und die grundlegende Neugestaltung der Carl-Schmincke-Straße werden fertiggestellt. Die Begegnungßtätte für ältere und Intereßierte "Treff am Park" wird eröffnet. Umbau des Rasenspielfelds der TSG an der Strohgäustraße in ein Allwetterspielfeld mit sandverfülltem Kunstrasenbelag. Inbetriebnahme des Autobahn-Ostanschlußes.

1987/88

Erweiterung des Haldenkindergartens im Haldengebiet und Erstellung des Schopflochkindergartens im Ezach.

1988

Bezug des Rathauses Bahnhofstraße 7 (Technisches Rathaus) durch Hochbau-, Tiefbau-, Rechnungsprüfungsamt und Beschaffungs- und Rechnungßtelle. Bezug des neuen Volksbankgebäudes an der Römerstraße. Bau eines sandverfüllten Kunstrasenspielfeldes für den TSV Eltingen im Sportpark Brühl.

1989

Richtfest am neuen Freibad Eltingen. Inbetriebnahme des Waßerhochbehälters Mesner. übergabe eines Naturrasenspielfeldes und Wiesentrainigsfeld mit Umkleidegebäude an den TSV Eltingen. Baubeginn für ein großes Parkhaus mit 705 Stellplätzen am Leo-Center.

1990

Ausdehnung des Gemeinschaftstarifs Verbundstufe 1 des VVS auf alle Leonberger Stadtteile zum 1. August. 20jähriges Wochenmarktjubiläum auf dem Festplatz in der Steinstraße. Am 18. November wird das Friedensmahnmal im Stadtpark eingeweiht.

1993

Einweihung des ökumenischen Gemeindezentrums im Ezach. Baubeginn des Möbelhauses Mutschler an der Poststraße/Römerstraße.

1994

Wiederbezug des nach Brand wiederaufgebauten Ludwig-Wolker-Kindergartens.

1995

Baubeginn des Engelbergbasistunnels. Einweihung der Erweiterung des Parkhauses am Marktplatz mit Hanggarage. Inbetriebnahme und Einweihung der Sophie-Scholl-Schule im Ezach.

1996

Fertigstellung und Bezug des Baugebiets Stadtmitte IV am Stadtpark mit etwa 400 Wohneinheiten.

1997

Zum 1.12. beziehen das Schul-, Kultur- und Sportamt, Teile des Amtes für soziale Dienste sowie die kaufmännische und technische Verwaltung der Stadtwerke Räume im Postgebäude an der Eltinger Straße. Eröffnung des Bürgeramtes im Alten Rathaus am Marktplatz. 25 Jahre Stadtranderholung: seit 25 Jahren gibt es die Stadtranderholung während der Sommerferien für Kinder von 7 bis 12 Jahren.

1998

Fertigstellung der Renovierung der über 100 Jahre alten Steinturnhalle (Aufwand ca. 1 Mio DM). Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Prof. D. Albrecht Goes. Verkauf des Saunabads Gebersheim. 1. Kinder- und Jugendtage vom 17.-19. Juli im Stadtpark. 1. Leonberger Meße auf dem Festplatz Steinstraße. Inbetriebnahme der Oströhre des Engelbergbasistunnels und des BAB-Autobahndreiecks und der verlängerten Südrandstraße. 25 Jahre "Tage der internationalen Begegnung". Spielplatz am Pomeranzengarten neu angelegt. Faßadenrenovierung am Alten Rathaus am Marktplatz abgeschloßen. 750-Jahr-Feierlichkeiten mit Festakt in der Stadthalle (2.7.1998), vielen auf das das Jahr verteilte Veranstaltungen, Jubilläums-Pferdemarkts-Umzug (1999) und großem Brillant-Höhen-Feuerwerk im Stadtpark. Seit 1. April sind einmal im Monat an einem Samstag Trauungen möglich. Abschluß des 8-jährigen Ausbauprogramms der Regenüberlaufbecken (25 RüBs mit zentraler überwachung und Steuerung), wesentlicher Beitrag zur Verbeßerung der Waßerqualität der Glems.

1999

übergabe des Spielmobils an die Stadt. Einweihung des Engelbergbasistunnels am 10. September. Auftaktveranstaltung zur Lokalen Agenda 21. Einweihung des Erweiterungsbaus der Schellingschule und Fertigstellung der Gebäudesanierung. Orkantief "Lothar" hinterläßt am 26.12. eine Spur der Verwüstung.

2000

Ehrenbürger Prof. D. Albrecht Goes verstorben. 1. Wahl zum Ausländerbeirat der Stadt Leonberg und Konstituierung des Ausländerbeirats als beratender Außchuß des Gemeinderats. Abriß des Fußgängerstegs über die Leonberger Straße zum Leo-Center. Städtische Mitarbeiter sind per e-Mail erreichbar. Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Prof. Dr. Frei Otto, Warmbronn. Kauf des ehemaligen Vermeßungsamtes durch die Stadt Leonberg. Anschließender Umbau und Einrichtung eines Jugendcaf├ęs. 30 Jahre Städtepartnerschaft Leonberg - Berlin-Neukölln. Kinderbetreuung für Kinder von 1 bis 3 Jahren läuft im Martha-Johanna-Haus an. Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für Aus- und Neubau der B 295 zwischen Leonberg und Renningen mit BAB-Anschluß A8 einschließlich Verlängerung der Südrandstraße und der Brennerstraße. Beginn der Sanierung des Gebäudes Pfarrstraße 1 (Lateinschule), das künftig das Stadtmuseum beherbergen soll.

2001

Eröffnung der Medienecke in der Stadtbücherei (Multimedia). Fertigstellung des Leonberger Produktbuches, eine Beschreibung der Leistungs- und Aufgabenvielfalt der Stadtverwaltung Leonberg. Die Dienstleistungen werden in 594 "Produkten" dargestellt (Infos, Fragen und Anregungen unter Produktbuch@leonberg.de). Neue Sitzstufen im Stadtpark bei der Seebühne werden eingeweiht.

2002

Planfeststellungsbeschluß für B 295 Leonberg-Renningen/Westanschluß Leonberg wird vom Regierungspräsidium Stuttgart erlaßen. Umgestaltung der Oberamteistraße mit Baumpflanzungen und Parkmarkierungen abgeschloßen. Leonberger Stadtwald ist PEFC-zertifiziert, einem europäischen Gütesiegel, das nachhaltige Waldbewirtschaftung bestätigt. Spatenstich zur Erweiterung der Ostertagrealschule. Beginn der Umgestaltung der Römerstraße vor der Römergalerie. 25 Jahre Städtepartnerschaft Leonberg-Belfort. Fertigstellung Erweiterungsbau Kläranlage Mittleres Glemstal.

2003

Fertigstellung Erweiterung Ostertagrealschule. Sanierung Georgii-Halle.